Italien ist spätestens seit dem Imperium Romanum das Land des Weines schlechthin. Auch heute, wo die meisten Menschen das Römische Reich höchstens aus dem Museum oder dem Lateinunterricht kennen, ist der Weinanbau in Italien ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor. Alle der insgesamt 20 Regierungsbezirke des Landes verfügen über ein eigenes Weinbaugebiet. Italiens qualitativ niedrigste Weine neben den Tafelweinen fallen unter die Definition "Indicazione Geografica Tipica" - sie dürfen auf dem Etikett Rebsorte und die geografische Herkunft nennen. Auf sie folgen die Weine der Definition "Denominazione di Origine Controllata e Garantita" (DOCG), sie dürfen sich nach ihrem Ursprungsort benennen. Auf diese wiederum folgen die DOC-Weine, die die qualitativ hochwertigsten italienische Weine beschreiben. Zusätzlich zu diesen Qualitätseinstufungen gibt es im italienischen Weinbau noch weitere Güteprädikate, die sich nach Kriterien wie der Lagerungsdauer richten. Bekannte Weinbaugebiete sind Piemont, die Lombardei, die Toskana, Sizilien sowie Latium. Die meisten dieser Weinbaugebiete produzieren alle drei Qualitätsstufen italienischen Weins, gewisse Gebiete zeichnen sich allerdings auch durch den fast ausschließlichen Anbau qualitativ hochwertigen Weins aus. Ein solches Beispiel ist das Aostatal, das im Nordwesten Italiens liegt, an die Schweiz grenzt und die kleinste Verwaltungseinheit des Landes ist, dafür jedoch fast ausschließlich Weinsorten der Güteklasse DOC produziert. Ähnlich renommierte, weltweit bekannte Weinbaugebiete in Italien sind etwa Piemont - bekannt für Asti - Trentino oder Latium.