Mit über 900.000 Hektar Rebfläche ist Frankreich nicht nur eins der größten Weinbaugebiete der Erde, sondern gleichzeitig für die hohe Qualität des edlen Tropfens weltbekannt. An Frankreich orientiert man sich bei der Definition internationaler Standards - daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass besonders hier ein ausgefeiltes System zur Qualitätseinstufung des Weins herrscht, das sich durch besonders strenge Regelungen auszeichnet. Dieses unterteilt sich in einfache oder gehobene Tafelweine sowie Weine aus kontrolliertem Anbaugebiet, für die Einstufung in eine dieser drei Qualitätsklassen müssen die Weine jeweils bestimmte Merkmale erfüllen. Die wohl bekanntesten Weinbaugebiete Frankreichs tragen Namen wie Bordeaux, Beaujolais, Champagne, Languedoc-Roussillon oder Rhône. Bezeichnend an den französischen Weinbaugebieten ist ist, dass die als qualitativ hochwertig eingestuften Weine, die sogenannten AOCs, prozentual den größten Anteil des insgesamt produzierten Weins ausmachen, während die darauf folgenden Landweine gering und die Tafelweine fast gar nicht vertreten sind. Die qualitativ hochwertigen Weine stammen aus beinahe allen Weinbaugebieten des Landes, besonders häufig vertreten sind sie jedoch beispielsweise in Bordeaux oder Rhône anzutreffen. Zu diesen Weinsorten zählen etwa solche wie Saint-Amour, Pomerol oder Chénas. Land- oder Tafelweine finden sich bis auf vereinzelte Ausnahmen vor allem in den Weinbaugebieten Sud-Ouest oder Loire.